Handy wird zum Big-Brother-Gerät

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Flickr Fotostream Mike Babcock„Your Phone is locked – just drive“. Mit dem Handy am Steuer steigt das Risiko eines Autounfalls rapide. Dem entgegnen Phone-Applikationen, die einige Features am Handy ganz einfach sperren. Wie erkennt das Telefon, dass man Auto fährt? Hier wird ganz einfach die Fortbewegungs-geschwindigkeit per GPS am Handy errechnet. Wer schneller als 15 km/h dran ist, der ist wohl nicht länger zu Fuß unterwegs. Man könnte sich allerdings auch auf einem Fahrrad fortbewegen, doch auch hier ist ein Handyanruf nicht gerade empfehlenswert. Wie sieht‘s allerdings während einer Zugfahrt aus? Hier können die Apps wie iZup, tXtBlocker, CellSafety oder ZoomSafer nicht unterscheiden und die SMS-, Anruf, E-Mail-Funktionen sind gesperrt – auch das surfen im Web ist nicht länger möglich. Einige Apps erlauben zumindest, dass man sich z.B. bei seinem Boss oder seinen Eltern die Erlaubnis holt, irgendwo mitzufahren.

Fraglich bleibt, wer sich ein solches App runterlädt. Einzig „Big-Brother-Eltern“ könnte dieses App ansprechen, vor allem da man durch Zusatzfunktionen einerseits den Standort des Telefons verfolgen kann, andererseits sogenannte „no phone“-Bereiche wie beispielsweise die Schule einrichten kann, in denen das Handy nicht länger funktioniert. Man kann sich auch immer dann per SMS benachrichtigen lassen, wenn der Handybesitzer eine gewisse Geschwindigkeit wie beispielsweise 80 km/h überschreitet.

Ob sich diese Apps durchsetzen werden bleibt höchst fraglich. Falls dem so ist wird es wohl nicht länger dauern, bis erste Lösungen auf dem Markt sind, mittels derer die Sperren aufgehoben und umgangen werden können.

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